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Im Schloss stöbern

Das Schloss ist das Wahrzeichen Grüningens: Trutzig nimmt es im Stedtli einen prominenten Platz ein und gibt Grüningen sein unverwechselbares Gesicht. Von Oktober 2015 bis April 2016 wurde die Seele des Schlosses herausgeputzt. Frisch renoviert erstrahlen die stilvollen, alten Räume in neuem Glanz. Jeder Raum darf mit Recht als Bijou bezeichnet werden, denn der eigene Stil und die alte Substanz wurden mit viel Fingerspitzengefühl erhalten.

Kulturgut Schloss

Die Gemeinde Grüningen hat vom Kanton Zürich die Räumlichkeiten des Schlosses Grüningen langfristig gemietet. Als ein Kulturgut ist das Schloss ein Teil von Grüningen und soll mit Leben gefüllt sein. Für eine öffentliche Nutzung wurde eine Sanierung notwendig, da die baulichen Anforderungen nicht erfüllt waren. Die Gemeinde finanzierte mit rund 750'000 Franken aus dem Alfred-Tanner-Fonds - ein Vermächtnis von Alfred Tanner an die Gemeinde Grüningen - die Renovation, so dass das unter Denkmalschutz stehende Schloss wieder neu erstrahlt.

Die einzigartigen Räumlichkeiten stehen nun für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen offen. Es ist eine einzigartige Verbindung von ehrwürdigem Gemäuer und lebensfrohem Betrieb entstanden.

Geschichte des Schlosses

Das Grüninger Schloss hat eine bewegte Vergangenheit. Als Burg wurde der Bau um 1220 begonnen. Wechselnde Burgherren und mehrere Feuersbrünste setzten ihm zu. So zerstörte die Feuersbrunst von 1551 einen grossen Teil des Stedtli und den Kirchenturm. Alle Häuser von der nördlichen Häuserreihe bis zum Hirschen fielen dem Brand zum Opfer. Der Wiederaufbau erforderte einige Anstrengungen. Es war nach der Verwüstung von Grüningen während des Sempacherkrieges 1384 der zweite grosse Brand. Eine dritte Feuersbrunst zerstörte 1685 erneut 13 Häuser in der Nordreihe. Der Kirchenbrand von 1970 zog das Schloss nochmals in Mitleidenschaft. In den 70er Jahren wurde das Schloss letztmals umfassend saniert und das zerstörte dritte Obergeschoss wieder aufgebaut.

Detaillierte Geschichte des Schlosses

Schlossmuseum

Das Museum im ersten Obergeschoss des Schlosses vermittelt einen guten Überblick über die Geschichte von Grüningen und seiner früheren Herrschaft und Landvogtei. Alte Waffen und Funde dokumentieren das Leben im Zürcher Oberland. Bemerkenswert sind die verschiedenen alten Ansichten von Grüningen und eine Modellaufnahme, die Schloss und Städtchen Grüningen um das Jahr 1750 zeigt. Viel Beachtung findet auch der alte Kegelspieltisch aus dem 18. Jahrhundert, der zu einem Spiel benutzt werden kann.

Ebenfalls ist ein massstabgetreues Modell der ehemaligen Strassenbahn Wetzikon-Meilen, die von 1903 bis 1950 verkehrte und das Zürcher Oberland mit dem Zürichseegebiet verband, zu sehen und entführt in die Anfänge des öffentlichen Verkehrs. Das Museum ist beliebt. So sind jeweils jährlich rund 1500 bis 2000 Besucher zu Gast im Museum, in dem über 20 Helfer ehrenamtlich tätig sind.